GASTRO das Fachmagazin 11/15

Allgemein vom 2.11.2015

Liebe Leser,

GASTRO 11/15 Manches ist einfach für die Ewigkeit gemacht, und ich meine nicht die mathematische Definition der Unendlichkeit. Nein, vielmehr geht es mir um Meinungen, Dinge und Sachlagen, die – zumindest gefühlt – seit jeher Bestand haben, immer („ewig“) schon da waren und woran sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern wird. Gemeinhin gilt etwa Rom als die ewige Stadt. Da war sich schon der römische Dichter Tibullus im ersten Jahrhundert v. Chr. sicher. Ich bin es noch und wohl auch jeder, der schon einmal der Faszination dieses Ortes erlag. Wenn wir über Filmfiguren sprechen, dann verkörpert für mich Sean Connery den ewigen Bond. Cool, abgeklärt, charmant, durchaus auch rücksichtslos, so gestaltete der gebürtige Schotte die Figur des britischen Agenten, die das Genre des Spionage-Films begründete. Früh des Morgens, wenn ich noch ewig schlafen könnte, wird frisch gebrühter(!) Filterkaffee für alle Zeiten mein Lieblingsgetränk bleiben – ausnahmslos und unumstößlich. Unumstößlich, weil leider vorgefertigt, aber möglicherweise nicht auf ewig, stellt „Convenience“ in der heimischen Gastronomie ein Tabu- Thema dar. Nur wenige Köche bekennen sich dazu.

Wie Sie in unserem umfangreich aufbereiteten Sonderthema ab Seite 26 nachlesen können, streiten es die meisten vehement ab. Die Umsätze der Produzenten liefern allerdings ein ganz anderes Ergebnis. Die steigenden Absatzzahlen lassen viel eher darauf schließen, dass Convenience- Produkte großer Bestandteil der heimischen Küchen sind und, worauf wir auch auf der Titelseite dieses Heftes hinweisen, absolut kein No-Go sein können. Möglicherweise hängt das negative Image mit der Begrifflichkeit der deutschen Übersetzung zusammen, die allzu oft mit „Fertigprodukten“ gleichgesetzt wird. Dieser Pauschalierung ist entgegenzuhalten, dass die Definition von Convenience sehr breit gefächert ist und die Produkte, abgestimmt auf das Niveau des Betriebes und den Anspruch der Köche, durchaus ihre Berechtigung haben. Nach wie vor hängt es auch vom Können des Küchenmeisters ab, in welchem Rahmen und Ausmaß er die Produkte veredeln kann. Auf dieses heikle Thema angesprochen, bestätigte mir ein Koch, ein Meister seines Fachs: „Wennst net kochen kannst, dann bringt Dir des ois nix.“ Dieser Umstand gilt meines Erachtens in alle Ewigkeit, weshalb ich für einen entspannteren Umgang mit dem Thema plädiere.

Um Ihnen, werte Leser, einen entspannten Besuch der „Alles für den Gast Herbst“ zu bereiten, stellen wir ab Seite 56 in unserem umfassenden Vorbericht zur Messe die renommiertesten Aussteller samt ihren Produkten und Leistungen vor – selbstverständlich mit deren jeweiliger Hallen- und Standnummer. Schließlich machen wir das bessere Fachmagazin. Wahrscheinlich nicht in alle Ewigkeit, aber sicherlich noch eine ganze Weile. Punkt.

Ihr Karl Schilling Chefredakteur PS: Das GASTRO-Team freut sich auf Ihren Besuch anlässlich der „Alles für den Gast Herbst“ im Foyer Mitte am Stand 1.

Schließlich machen wir das bessere Fachmagazin. Punkt.GASTRO das bessere Fachmagazin.

PPS: Besuchen Sie unser GASTRO-Portal unter www.gastroportal.at – viel Spaß!

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